Tignale

 

In jener atemberaubend schönen Gegend, wo See, Berg und Himmel ineinander übergehen, liegt auf der Hochebene über dem Gardasee Tignale mit seinen sechs Ortschaften: Gardola,Olzano,Aer, Oldesio, Prabione e Piovere.

Das ganz Dorf liegt dem See zugewandt. Ein Wesenskennzeichen seiner Landschaft sind jene charakteristische Terrassen, auf denen die Olivenbäume angebaut werden.

Sie ziehen sich den ganzen Berg hinab bis zum See, wo am Hafen "Pra della fam" (wörtlich die Hungerwiese) ein weiteres Schmuckstück den Besucher erwartet: das Zitronengewächshaus aus dem 18. Jahrhundert, die sogenannte Limonaia, eines der wenigen Exemplare, die auch heute noch bewirtschaftet werden, wenn auch nur zu didaktischen Zwecken.
Im Hinterland bieten Wanderwege und Maultierpfade Wanderern und Mountainbike-Freaks unvergleichliche Aussichten.

Die kleinen Dörfchen, aus denen Tignale besteht, beherbergen interessante historische Elemente, darunter mehrere mittelalterliche Gebäude und Kunstwerke. Von besonderem religiösen und kunsthistorischen Interesse ist die Wallfahrtskirche Montecastello, welche auf den Ruinen einer Burg erbaut wurde.

Die Kirche geht auf einen kleinen Tempel aus dem Jahre 802 zurück. Sie enthält u.a. ein Freskenbild aus der Schule Giottos, kostbare Gemälde von Andrea Celesti und das Bild von Andrea Bertanza mit dem Gelübde, das die Gemeinde Tignale ablegte, um den Banditen "Zanzanù" zu fassen.

 

 

 

 

Wallfahrtskirche Montecastello

Es ragt ein Fels empor, der senkrecht zum See hin abfällt; erst vor kurzem restauriert, ist die Wallfahrtskirche, dank ihrer herrlichen Lage, ihrer architektonischen und künstlerischen Schönheit, ihrer geschichtlichen und religiösen Vergangenheit, einer der meist besuchten Orte. Von einem Berg des Sternes erzählt das Schriftstück von Papst Urbano III aus dem Jahr 1186.

Der Name ist von dem hellen Stern abzuleiten, in Form dessen die Muttergottes auf dem Berg, während des Kampfes zwischen den Brescianern und den Trentinern, in der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts, erschien. Das starke Licht lähmte die trentiner Soldaten,wodurch sie den Kampf verloren.Am Ende des 16.Jahrhunderts, wurden der Glockenturm und das Presbyterium erbaut.

Weitere Arbeiten, wie der Anbau der heutigen Kirche, die aus 3 Schiffen besteht, wurden im XVII Jahrhundert ausgeführt. Nachdem man das grosse Steintor mit dem Schriftzug"Ad maiorem Dei Gloriam" und dem Datum MDCLXXIX durchschritten hat, gelangt man zum Kirchenplatz. Auf den Ruinen einer alten Burg erbaut, besteht das Gebäude aus einer unteren Kirche im romanisch-gotischen Stil und einer oberen, baroken Kirche, die im Presbyterium, hinter dem Altar, das Heilige Haus, Überreste eines kleinen Tempels aus dem Jahr 802, beherbergt. Wunderschön ist der Altar, der ein Werk der Maestri Boscai, ist.
Er besteht aus vergoldeten Holzsäulen und den Figuren von S.Pietro und S.Paolo.Im Hintergrund, hinter einem Glas, befindet sich ein Fresko der Schule von Giotto, das die Krönung der Jungfrau Maria darstellt.An den Seiten finden wir vier Kupfermedaillons von Palma il Giovane.Interessant sind die Gemälde von Andrea Celesti (1637-1712) und einige Geschenke von Seiten der Gläubigen, unter denen sich die Weihgabe der Gemeinde Tignale befindet.

Das Gemälde von Andrea Bertanza beschreibt die Ermordung (16. August 1617) des berüchtigten Räubers Zuan Zanone Beatrice, genannt Zanzanù, der mit seiner Bande, zwischen dem XVI und XVII Jahrhundert, Angst und Schrecken unter die Bevölkerung des oberen Gardasees gebracht hatte.
An die Kriche angeschlossen, ist die Klause, ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, die jedes Jahr von tausenden von Pilgern besucht wird.

San Pietro

Die Kirche San Pietro in Gardola, befindet sich etwa 200m von der Ortschaft entfernt auf einem kleinen elliptischen Hügel und bewahrt noch heute den Beinamen "Burg", auch wenn man nach zahlreichen Nachforschungen , mit etwas Vorsicht, von einem weit antikeren Ursprung, in der römischen Zeit, ausgehen kann.
Vor den Ausgrabungen in den siebziger Jahren und von 1985-86, hätte nur der Altartisch, wenn man ihn genauer untersucht hätte, auf ein antikeres Datum schliessen lassen.
Der Altartisch, dessen Funktion, nach der Entweihung der Kirche unbekannt ist, besteht aus rosa Stein und nach mikroskopischen Untersuchungen, könnte er aus dem Tignaler Steinbruch des Monte Denervos stammen.

Dies ist ein sehr interessantes Detail, denn in der Zone des Gardasees wurde im Hochmittelalter fast nur weisser Stein verarbeitet. Im ersten Weltkrieg, wurde die Fassade demoliert, um dort Lastwagen unterzustellen und in den fünfziger Jahren wurde das Gebäude in ein Theater umgestaltet und der Altar ins Oratorium von Olzano transportiert, wo er sich auch heute noch befindet.
Anschliessend, beim Ausheben eines Grabens für den Suoffleurkasten, wurde ein gemauerter Schacht entdeckt, in dem sich ein Reliquenschrein aus Kalkstein befand. Der Schrein ist mit Kreuzen in einem einfachen kurvenförmigen Rahmen verziert und weist eine Sargform auf, die typisch für das IV Jahrhundert ist.
Von 1985-1986 wurde der Graben erweitert und brachte eine grosse, halbkreisförmige Apsis zu Tage. Die sich darin befindenden Strukturen wurden damals nicht gedeutet. Im Jahr 2002, wurden die noch freiliegenden Ausgrabungen, schichtweise untersucht , wobei eine Sequenz festgestellt wurde, die durch weitere, intensivere Ausgrabungen im Jahr 2003 bestätigt wurde.

Diese Schichtfolge weist, was den Kultort betrifft, mindestens acht verschiedene Bauphasen auf:
  1. eine erste Kirche mit einem Krichenschiff,
  2. die Einfügung des Chorraums mit einer rechteckigen Umgrenzung und einem Schacht für die Reliquien,
  3. die Erneuerung des Chorraums in der romanischen Epoche,
  4. in der Epoche des späten Mittelalters, sehr wahrscheinlich im XVI Jahrhunderts, was die zahlreichen Paralellen zu anderen Kirchen am Gardasee bestätigen, wurde ein querverlaufender Bogen in der Mitte des Kirchenschiffes eingefügt, von dem die beiden Stützsäulen noch erhalten geblieben sind.
  5. eine weitere Erneuerung im Bereich der Apsis im Verlauf des XVI Jahrhunderts,
  6. Anbau eienr Kapelle im südlichen Teil, etwa um die Mitte des XVII Jahrhunderts,
  7. der Wiederaufbau der Fassade, gleich nach dem ersten Weltkrieg.
  8. Umgestaltung in Theater….

Auszug aus dem Buch"mittelalterliche Kirchen und Höhlenansiedlungen in Tignale"von Gian Pietro Brogiolo und Monica Ibsen

 

 

Die Kirche San Lorenzo

Die Kirche San Lorenzo befindet sich im Ortsteil Olzano.Es wird angenommen, dass diese Kirche sehr antik ist, da sie schon in einem Dokument von Urbano III aus dem Jar 1186 , in dem die Rede von der Investitur der Kirche in Tignale, im Ortsteil Olzano ist, erwähnt wurde[...].

Die Fassade ist aus dem 18.Jahrhundert, über dem Portal aus Stein befindet sich ein halbkreisförmiges Fenster, durch das der Innenraum beleuchtet wird.An der linken Seite, unmittelbar hinter dem Gebäude, befindet sich ein kleiner Glockenturm.
Oberhalb des Altars,der vor einigen Jahren renovierten Kirche, ist ein Gemälde der Muttergottes mit den Heiligen Lorenzo und Rocco zu sehen.Bis vor kurzem befand sich in der Kirche der Altar, der zu der Kirche San Pietro in Gardola gehörte[...]

Auszug aus "Le chiese dell'alto Garda Bresciano" von Cristian Pollini

Die Kirche San Marco

Die Kirche San Marco befindet sich in Panoramalage auf einem Felsvorsprung des Ortsteils Piovere.Namentlich erwähnt finden wir sie das erste Mal in einem Dokument aus dem Jahr 1537, sie wurde aber erst 1633 San Marco gewidmet; in der christlichen Liturgie beinhaltet die Widmung einer Kirche die"Umkreisung" derselben von aussen und innen und die Unterbringung von Reliquien eines Heiligen unter dem Hauptaltar, zum Schutz des Gebäudes.
Im Jahr 1671 besuchten einige Abgesandte des Bischofs Sigismondo Alfonos Thun ( 1668-1677) Tignale und in Piovere angelangt beschrieben sie die Kirche wie folgt:"der Hauptaltar ist San Marco gewidmet ( ein Werk der Bildhauer Pialorsi aus Valsabbia); der zweite links, von dem aus das Evangelium verkündet wurde, ist San Antonio Abate und der dritte dem Rosenkranz gewidmet. [...]. Im Jahr 1750 wurde der zu Ehren von San Antonio errichtete Altar gegen einen San Filippo Neri gewidmeten Altar ausgetauscht".

Interessant ist die aus Holz geschnitzte Madonna mit dem Jesuskind aus dem 15. Jahrhundert, das Gemälde der Muttergottes mit den Heiligen Marco, Giovanni Battista und Antonio von Padova, das Ornament der "Rosenkranz-Geheimnisse" (1704), sowie das Gemälde der Heiligen Antonio, Rocco und Valentino(Gianbattista Avvera, 1670)

Auszug aus"Le Chiese dell'Alto Garda Bresciano" von Cristian Pollini.

Die Kirche der Heiligen
Bernardo und Valentino

Die Kirche der Heiligen Bernardo und Valentino befindet sich im Ortsteil Aer.Das erste Mal wird die Kriche der Heiligen Bernardo und Valentino am 24 August 1585, bei der Registrierung einer Hochzeit, erwähnt.[...].
Das Gebäude besteht aus einem Schiff mit einem Tonnengewölbe und zwei Altaren: in dem ersten finden wir im Innern ein wunderschönes Altarbild aus dem 18. Jahrhundert, das Baertanza zugeschrieben wird und das die Heiligen San Valentino und San Antonio aus Padova darstellt. Am zweiten Altar befindet sich ein Gemälde auf dem San Antonio und San Filippo Neri abgebildet sind.Im Innern der Kirche kann man weitere bemerkenswerte Gemälde bewundern, wie z.B. ein Fresko, auf der Wand hinten in der Kirche,das die Pietà darstellt, ein Gemälde der Muttergottes mit dem Jesuskind, sowie ein weiteres Gemälde der Madonna mit den Heiligen Sebastiano und Bernardo, ein Werk der Bottega Bresciana del Gandino aus dem Jahr 1640.[...]

Auszug aus "Le chiese dell'alto Garda Bresciano" von Cristian Pollini.

 

Die Kirche der Heiligen San Rocco
und San Sebastiano

Den Namen der Kirche finden wir das erste Mal,während einer Pestepedemie, als der Bischof die Pfarrei von Tignale im Jahr 1537 besuchte.
Die Kirche wurde San Rocco gewidmet, der allgemein als der Schutzheilige gegen diese Krankheit angesehen wurde. Die Struktur der Kirche weist ein einziges Schiff , sowie ein Tonnendach, das durch Querkerben unterbrochen ist, die das Innere des Kirchenschiffes beleuchten, auf.

Der rechteckige Chorraum zeichnet sich durch ein Kreuzgewölbe aus.Den Mittelpunkt der hüttenförmigen Fassade bildet ein, in Stein gefasstes,Portal, über dem sich ein Bogenfeld und ein mondförmiges Fenster befinden.Im Innern der Kirche steht der Hauptaltar, der den Heiligen Rocco und Sebastiano gewidmet ist und in dem sich ein Altarbild von Bertanza befindet, das die heilige Jungfrau mit dem Jesuskind darstellt und an dessen Seiten die Stauen von San Michele und San Domenico, die in einer späteren Epoche entstanden, stehen[...].
Erinnernswert sind die Feierlichkeiten und die Prozession am 16. August mit der Heiligenfigur: diese Prozessionen, die nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr durchgeführt wurden, sind seit 1924 wieder eingeführt worden. [...]

Auszug aus"Le Chiese dell'Alto Garda Bresciano" von Cristian Pollini.

 

 

Santa Maria Assunta

Die alte Pfarrkirche von Tignale wird zum ersten Mal in dem Dokument aus dem Jahr 1187 zitiert, als "plebs di tignale, in loco Arole" der Bischof Alberto di Campo " Giovanni Bello, Giacomino und Adriano de plebe Tignali "ein Lehen verlieh und damit eine von dem Bischof Salomone durchgeführte Investitur abänderte[...].Die Kirche zeichnet sich durch ein einziges Schiff mit 4 Arkaden, in deren Innern sich Kapellen befinden, aus.Die Kuppel des rechteckigen Chorraums ist reich verziert. Der Hauptaltar weist ein Ziborium, ein Werk der Boscai, auf. Auf dem Altarbild von Giovanni Andrea Bertanza aus dem Jahr 1623 ist "Mariä Himmelfahrt" dargestellt .

An den Seiten befinden sich zwei Gemälde.Das erste dieser Werke, aus dem 16. Jahrhundert, dessen Künstler unbekannt ist, zeigt die Heiligen "Antonio Abate, Rocco und Caterina d'Alessandria".Das 2. Bild ist "Maria Mutter der Kirche" gewidmet und stammt von dem Maler Francesco Squassina (1974). Besonders wertvoll ist der Altar des heiligen "Antonio aus Padova" mit einem Altarbild aus dem 18. Jahrhundert von Alessandro Campi.Ebenso schön ist der San Francesco gewidmete Altar, der sich rechts im Eingangsbereich befindet.

Sein Altarbild aus dem späten 16. Jahrhundert, im Stil der Künstler aus Verona, stellt den Heiligen beim Erscheinen der Stigmate dar.Sehr schön ist der Altar der "Madonna des Rosenkranzes" mit einem Altarbild, das laut Gaetano Panazza, Palma il Giovane zugeordnet werden kann.In der Taufkapelle befindet sich ein Gemälde, das die Taufe von Jesus zeigt, ein Werk von Mario Capuzzo, aus dem Jahr 1954.
Dieses Bild ist eine Kopie des Gemäldes des Malers Verrocchio, das in den Uffizien in Florenz ausgestellt ist. Weiterhin sind in der Kirche 3 Gemälde von Andrea Celesti zu bewundern, die "Mariä Heimsuchung, "Jesus Geburt" und die"Huldigung der heiligen 3 Könige" darstellen. Die Orgel wurde nach einem Beschluss der Gemeinde vom 22 Mai 1633 gebaut.Wahrscheinlich wurde sie Ende des 18.Jahrhunderts erneuert.Weitere Abänderungen erfolgten durch Paride Fancini aus Sopraponte und später durch Giovanni Tonoli aus Tignale.

Auszug aus "Le chiese dell' Alto Garda Bresciano" von Cristian Pollini

Die Kirche San Zenone

Die San Zenone gewidmete Kirche befindet sich im Ortsteil Prabione auf einer kleinen Anhöhe.Namentlich erwähnt finden wir diese Kirche das erste Mal in einem Dokument von Urban III aus dem Jahr 1187.In den Jahren 1537 und 1671 wurde sie in den Urkunden der Kurie von Trient registriert.Eine Bruderschaft der "Heiligen Jungfrau" wird im Jahr 1694 verzeichnet. [...].
Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts neu erbaut und schlieslich im 20.Jahrhundert umgebaut.Die hüttenförmige Fassade der Kirche ist einfach und doch raffiniert gehalten und weist 4 Pfeiler auf, über denen sich ein tympanonförmiges Profil beindet, das ein rechteckiges Fenster und den sich darunterbefindenden Säulengang einrahmt.Die Kirche besteht aus einem einzigen Schiff mit einer gewölbten Decke und enem rechteckigen Chorraum.In Ihrem Innern befinden sich 3 Altäre: der Hauptaltar, der San Zenone gewidmet ist, sowie 2 Seitenaltäre aus der Schule der Boscai, die San Carlo Borromeo und der heiligen Jungfrau gewidmet sind.Über dem Taufbecken erhebt sich eine Orgel von Tonoli, die zu den berühmtesten Orgeln der Provinz Brescia gehört.In der Kirche befindet sich ein Altarbild von Grazio Cossali, auf dem der betende San Carlo Borromeo abgebildet ist.Das Altarbild in der Sakristei (1965) stellt die Madonna des Karmels dar.[...]

Auszug aus "Le Cheise dell'Alto Garda Bresciano" von Critian Pollini

 

 

 

Die Ansiedlungen Eremitien

Im historischen Gebiet von Tignale, sind drei Höhlen-Ansiedlungen nachweisbar (San Giorgio in Varolo, Campione und im Valle del San Michele), die aus 6 Grotten bestehen. Ihre Datierung schwankt, nach den bisher verfügbaren Unterlagen, zwischen der späten Antike und der Neuzeit. Das wichtigste Zeugnis ist sicherlich das von San Giorgio in Varolo, dank einer zweiten monumentalen Phase mit Fresken, die in die Mitte des XI Jahrhunderts eingeordnet werden. SAN GIORGIO IN VAROLO Die schriftlichen Quellen und die wenigen aber aufschlussreichen dokumentarischen Informationen, bezeugen, dass der Komplex, der aus der Kirche von San Giorgio und den darunter gelegenen Zellen besteht, etwa ein Jahrhundert überdauert hat, was durch die archeologischen Nachforschungen bestätigt und sogar vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert weiterdatiert wurde.
Die dokumentarischen Zeugnisse der Kirche von San Giorgio, die sich im Gebiet der, bis 1785 dem Bistum von Trient angeschlossenen, Kirchengemeinde von Tignale befand, sind in der Phase des Mittelalters alle indirekt und unsicher.Weit überzeugender sind die Zeugnisse, die durch die Bestätigung des Bestehens des Oratoriums von San Giorgio geliefert wurden.Dieses Oratorium befand sich auf der Liste der Besitztümer und Kapellen der Kirchgemeinde von Tignlae, die im Jahr 1186 von Papst UrbanoIII herausgegeben worden war.

Aus einem Brief des Paters Ludovico Maria Guadagni aus dem Jahr 1750, an den Bischof von Trient,in dem er die Befreiung von San Giorgio von Bischofsbesuchen bekräftigte, ergibt sich, dass die Kirche den Klosterbrüdern des San Francesco-Ordens in Gargnano gehörte.”seit mehr als fünfhundert Jahren” und sicherlich gehörte das Kloster scbon im 15.Jahrhundert den Franziskanern, was auch ein diesbezüglicher Streitpunkt zwischen den Franziskanern von Verona und denen der Region Brescia, beweist.
Im Moment ist es dagegen recht schwierig die Ansiedlung von San Giorgio, in der Geschichte des ersten Franziskanertums des Gardasees, einzuordnen, da dabei viele Ungereimtheiten, dokumentarische Lücken und Legenden auftreten.Laut der Zeugnisse der Franziskaner, kam San Francesco im Jahr 1220, auf der Rückkehr aus dem heiligne Land, von Verona aus an den Gardasee.
Auf der zu Brescia gehörenden Seite des Sees, habe er von Biemino da Manerbo ein Haus und ein Feld erworben oder geschenkt bekommen., um darauf ein Kloster für die Mönche zu errichten. Der Ort dieser primitiven Ansiedlung, wurde der isola di Garda zugeschrieben, aber andere Quellen beweisen überzeugend, dass das Kloster in Gargnano älter und bedeutender ist als das in Garda . In der Tat besass das Kloster in Gargnano, bis zu seiner Auflösung im Jahr 1769, einen Brief von Bonaventura da Bagnoregio aus dem Jahre 1266, in dem der Generale den Klosterbrüdern, die in der Nähe der zu Brescia gehörenden Küste wohnten. die Genehmigung bestätigte, die schon San Francesco ausgehandelt hatte und ihnen eine Art von Erstnutzungsrechtes anerkannte.

LAGE DES KLOSTERS Das Kloster im Süden des Hafens von Tignale, wurde in den Jahren 1929-31, durch den Bau einer Bücke an der Küstenstrasse, stark verändert. Einige, von Silvan Cattaneo im Jahr 1554 beschriebenen Strukturen, sind jedoch noch zu erkennen.; einige befestigte Grotten, die damals als Zimmer, Keller und Küche dienten, sowie ein freier Platz zwischen den Grotten und dem See, als ein recht komfortabler Hof beschrieben, mit einem kleinen Garten mit Zitruspflanzen.Eine weitere Grotte, die man über 50 Stufen erreichte, befindet sich etwas höher gelegen.Vier dieser Zellen sind fast intakt geblieben.

Überhalb der Grotten, finden wir die Überreste eines Teils der Kirche, der zum Presbyterium gehörte.Die meisten dieser Strukturen, können 3 Hauptepochen zugeordnet werden: der älteste Teil zum späten Mittelalter, der zweite zum Jahr 1000 und der dritten zwischen dem XVII und XVIII Jahrhundert.Von den malerischen Ausschmückungen der Kapelle ist durch Wandalismus leider nur wenig übriggeblieben.
 

 

 

Zitronengarten Pra del La Fam

Der “Pra de la Fam” befindet sich an dem steilen Küstenstreifens, genau unterhalb von Tignale. Bezüglich der Herkunft dieses Namens, gibt es viele Theorien, aber die glaubwürdigste ist die, der Seefahrer, die von Salò kommend, zu dem Samstags-Markt in Riva fahren wollten. Auf Grund der vielen Strömungen, waren sie oft dazu gezwungen, an diesem Küstensreifen anzulegen und dort ein paar Tage auszuharren. Nur über einen steilen, beschwerlichen Pfad konnten sie den Ort erreichen, um sich dort mit Lebensmitteln zu versorgenDieser Pfad, der in den kleinen Olivenhain in Oldesio mündet, ist noch heute begehbar und bietet ein atemberaubendes Panorama.Im Jahr 1754 kam der “Pra de la Fam” in den Besitz der Familie Parisini, die dort zwei “Zitronengärten” einrichteten, von denen der grössere sich über sieben, terassenförmige Anbauflächen hinzieht.
Nach der Hälfte des 18.Jahrhunderts, wurde der Zitronenanbau in den 2 Gewächshäusern, nach dem Bau der Strasse von Gargnano- Riva, ganz aufgegeben. Erst 1984 wurde nach Absprache mit den Besitzern, von der Comunita Montana, ein Teil der Treibhäuser wieder in Betrieb genommen.Heute finden wir dortalle charakteristischen Elemente dieser Zitronengärten des Gardasees.
Die heutige Produktion stammt von etwa 100 Zitronenbäumen, und wenn sie im Mai blühen, wird die ganze Umgebung von ihrem Duft durchtränkt. Im Mai werden die Zitronen der Blüten des Vorjahrs geerntet, und jeden Monat, bis Oktober, gibt es jeden Monat eine neue Blüten- oder Erntezeit.Diese Zitronen die heutzutage gespendet werden, waren früher hauptsächlich für den deutschen und österreichischen Markt bestimmt und waren von hervorragender Qualität.Die reichen Ernten, hatten einen positiven Einfluss auf die ganze Wirtschaft des Gardasees.
Wer diese Seite des Sees besucht, auf der sich die Reste, dieser “Gärten”, die schon Göthe vor2 Jahrhunderten faszinierten befinden, sollte sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, auch dieses Zitronengewächshaus zu besuchen. ​

Die biologische olmuhle

Auf rund fünfzig Hektar Grund, stehen in Tignale ca.14000 Olivenbäume. Für die Bearbeitung braucht man auch heute noch die gleiche Geduld wie vor vielen Jahren und es ist auch noch genauso mühsam, da die Anbaugebiete schlecht zugänglich sind.Das Stutzen, das Pflügen, das Bewässern und die Ernte, werden noch heute von Hand ausgeführt.Die Oliven werden im Oktober oder November geerntet und zwar mit Hilfe einer Leiter “scalì” mit kurzen, versetzten Sprossen, die an die Äste angelehnt und daran festgebunden wird.
​Die von Hand geernteten Oliven, werden in einem Korb “grumial”, der um den Bauch gebunden wird, gesammelt, die Oliven die mit Geräten von den Zweigen abgestreift werden, fallen in ein, zuvor auf dem Boden ausgebreitets Netz.
Die Ernte wird anschliessend in belüfteten Kisten gefüllt und zur Ölmühle gebracht.Im Jahr 1766 waren sieben Pressen in Tignale in Betrieb, aber der Haupteil der Oliven wurde nach Gargnano transportiert, wo das Öl, dessen Produktion bis zu 90 Doppelzentner erreichte, auch verkauft werden konnte.Unsere Anbauweise wurde als veraltet angesehen, wegen des geringen Einstazes von Düngers, dem Stutzen in Abständen von 3 Jahren und der Verschiedenartigkeit der Oliven, die eine konstante Produktion erschwerte.Auf Anregung der Kooperative Latteria Turnaria, besitzt auch Tignlae heute eine eigene Ölmühle, die seit 1998 in Funktion ist.

Die Herstellung des Olivenöls erfolgt in einem einzigen Durchlauf.Eine Schleuder trennt den flüssigen Teil der Ernte von den festen Teilen und anschliessend wird aus der gewonnenen Füssigkeit das Öl abgesondet.Nachdem sich das Olivenöl mit Sauerstoff versetzt hat, wird es abgefüllt und gefiltert.
Das in Tignale hergestellte, reine Olivenöl aus biologischem Anbau, hat in den letzten Jahren eine hervoragende Qualität erreicht. Geführte Besichtigungen der Ölmühle finden jeden Donnerstag um 17 Uhr statt.
Für den Kauf der Olivenölprodukte, ist die Ölmühle dienstags von 10-12 Uhr und samstags von 17- 18.30 Uhr geöffnet.

 

 

Park Alto Garda

Das Besucherzentrum, gehört zu den wichtigsten Punkten um den Gardasee kennenzulernen, denn um seine Schönheiten bewundern zu können, muss man auch bis ins Hinterland gelangen, seine Orte besuchen und in die Natur, mitten in einer Gebirgslanschaft, eintauchen. Aus diesem Grund, befindet sich das Besucherzentrum in Tignale, da man von hier einen Blick über fast den ganzen Gardasee hat und man in der dortigen Umgebung, sowohl die Mittelmeerlandschaft des Gardasees als auch Gebirgslandschaften vorfinden kann.
Diese Charakteristiken, werden in unserer Gemeinde durch wunderschöne Wege unterstrichen, die das Herz von Wander-,Reit-,oder Mountainbikebegeisterten höher schlagen lässt Durch den Besuch, soll auch ein Kontakt mit den verschiedenen traditionellen Aktivitäten.,wie der Fischerei, dem Anbau von Zitronen und Oliven, sowie der Produktion von handwerklichen Gegenständen, hergestellt werden. Das Besucherzentrum erklärt die Geschichte, die Kultur und die Lebensweise, der Menschen dieser bezaubernden Gegend.
Das Herz des Zentrums bestimmt ein Pfad, der sich durch Bilder und Töne schlängelt, Leute und Landschaften präsentiert , naturwissenschaftliche Elemente und interessantes Werkzeuge aus alten Zeiten darstellt.Abgerundet wird das Ganze durch Kurzfilme und interaktive Workshops.

Dieses Informationszentrum, richtet sich nicht nur an die Anhänger des Gardasees, sondern arbeitet auch mit Schulen und Öko-Turismus zusammen. Das Besucherzentrum verfügt über eine multimediale Bibliothek, ein Auditorium, ein Labor für didaktische Zwecke, und eine multimediale Enzyklopädie des Gardasees, für interaktive Reise durch den Naturpark.
Vervollständigt werden, können all diese Erfahrungen, durch einen Besuch der biologischen Ölmühle, des Zitronentreibhaus “Pra de la Fam”, der alten Mühle und, warum auch nicht, der Schnapsbrennerei des “Cav.Bettanini”

Centro Visitatori Parco Alto Garda Bresciano
Frz. Prabione 25080 Tignale Tel. 0365.761642 – 0365.71449 – 0365.73354 ÖFFNUNGSYEITEN von 1, Märy bis yum 15, Deyember 2009 TÄGLICH 10.00 -17,00 Uhr
Freitag: Ruhetag MIT DER TIGNALE CARD ERHALTEN SIE RABATT AUF DEN EINTRITTSPREIS

Sport

An Möglichkeiten in Tignale Sport zu treiben, mangelt es sicherlich nicht und für Sportbegeisterte, die auch den Kontakt zur Natur suchen, kann der Naturpark des Oberen Gardasees ein wahrer “Vergnügungspark” werden. Wer gern wandert, Mountainbike fährt oder reitet, findet ein dichtes Netz von Pfaden, die zu faszinierenden Ausflügen zu den Schutzhütten im Gebirge, den Weiden, den Überresten des ersten Weltkrieges, in die herrlichen Pinienwälder oder direkt an den Strand des Hafens von Tignale oder den von Campione, einladen. Dort kann man, dank der optimalen Winde der westlichen Gardaseeseite (der bekannteste von ihnen ist der “Peler”), hervorragend Surfen oder Segeln,ein wahres Paradies für die Anhänger dieser Sportarten.
Wer lieber schwimmt oder Tennis spielt, findet in Tignale zwei Sportzentren, wovon das erste mit Schwimmbad, Tennis- und kleinem Fussballplatz auf Kunstrasen ausgerütet ist und das zweite Zentrum drei Sand-Tennisplätze im Freien und einen Hallen-Tennisplatz, sowie Turnhalle anzubieten hat.
​Wenige Kilometer entfernt können Anhänger des Golfsports, auf einem exklusiven Golfplatz mit neun Löchern, der dank unseres milden Klimas ganzjährig geöffnet ist, Erholung finden.

 

Mountainbike Verleih

Von März bis November täglich 10.00-17.00 Uhr -
Ruhetag : Freitag im Besucherzentrum des Naturparks Gardasee

Info
Besucherzentrum des Naturpark Gardasee - Prabione Tignale
Tel. +49 0365 761642 ufficio unico del turismo via europa - Gardola Tignale - Tel. +49 0365 73354
www.tignale.org - info@tignale.org

 

 

Gute Restaurants

Auch für Ihren Gaumen soll der Urlaub ein Genuss sein Wenn wir endlich dem Alltag und der Hektik entfliehen, soll der Urlaub auch allen unsere Erwartungen gerecht werden. Der Urlaub soll uns wieder Kraft tanken lassen und uns auch die Gelegenheit geben uns der Familie und den Schönheiten der Natur zu widmen.
Zu den schönen Momenten im Leben gehören natürlich auch die Gaumenfreuden, z.B. bei einem gemütlichen Mittag-oder Abendessen, in einem guten Restaurant.Nach einem schönen Urlaubstag am Strand des Gardasees, oder einer Wanderung durch die wunderschöne Landschaft dieses Gebietes, sollte auch unser Gaumen auf seine Kosten kommen.

Der Besuch einer der Restaurants von Tignale bedeutet auch die gastronomische Kultur dieses reizenden Ortes zu entdecken.In einfachen und doch eleganten Ambienten, die sich durch die Herzlichkeit und das Fachwissen der Besitzer auszeichnet, kann man eine reiche Auswahl an Gerichten der einheimischen und italienischen Küche geniessen.
Da Italien das Land der Pizzabäcker ist, sollte man sich auch diese Spezialität nicht entgehen lassen.Gerne empfehlen wir hier einige der vielen Restaurants und Pizzerien, die Tignale seinen Gästen bietet.

Ristorante Pizzeria Al Torchio
Das Restaurant/Pizzeria Al Torchio befindet sich in Gardola/Tignale.Dank der familiären und gemütlichen Atmosphäre, sowie einer einfachen, aber auch sehr fantasievollen Küche, in die geschickt die alten Rezepte der Region Brescia und Trient und auch des Mittelmeers integriert wurden, hat sich dieses Lokal auch bei den anspruchsvolleren Gaumen einen festen Platz erobert.
Zu den Spezialitäten gehören:verschiedende, bunt gemischte Salatplatten, Carne Salata mit biologischem Tignaler Olivenöl, Bandnudeln mit Hasensalmi, hausgemachte Lasagne, Pestom (typische, auf dem Holzofengrill zubereitete Kochsalamil)und hausgemachtes Tiramisù. Natürlich nehmen die Pizzen einen besonderen Platz auf der Speisekarte ein und dank des Holzofens und den erfahrenen Händen des Pizzabäckers, verwandelt sich der wohlduftende, lang gegangene Pizzateig, in eine erstklassige Pizza.

Im Restaurant/Pizzeria Al Torchio können auch GLUTENFREIE GERICHTE angeboten werden, wobei der Gast aus einer grossen Auswahl von frisch zubereiteten Pizzen auswählen kann.
Um sicher zu gehen, dass die Gerichte auch nicht die geringste Spur von Gluten enthalten, erfolgt die Zubereitung und die Konservierung der Gerichte unter strenger Abtrennung der Bereiche( eigener Arbeitsbereich und Herd für glutenfreie Gerichte) und werden nur Produkte die von der Organisation AIC- Associazione Italiana Celiachia ( Italienischer Verband für Glutenintolleranz) zugelassen wurden, verwendet.

Ristorante Pizzeria Al Torchio
Via Roma, 41 Tignale Tel. 0365/760296 www.altorchiotignale.it

 

Verbindungen

Autobahn Brenner-Modena: Ausfahrt Rovereto Süd/Lago di Garda Nord Richtung Riva del Garda und Limone Autobahn Mailand-Venedig: Ausfarth Brescia Ost Richtung Salò und Limone

 

Flughafen und Bahnhof

- G. D'Annunzio- Montichiari ca. 70 km info-line 0309656511 - Verona Catullo-Villafranca ca. 90 km info-line 0458095666 - Orio Al Serio- Bergamo ca. 112 km info-line 035326323 - Milano Linate ca. 160 km -Milano Malpensa ca. 220 km info-line 0274852200 - Marco Polo - Venezia ca. 220 km info-line 0412609260 Bahnhof: - Rovereto -Desenzano -Brescia Call center Trenitalia 892021

Gino De Lai

" Der Maler des Gardasees"
Gino De Lai

Luigi De Lai wurde in Tignale in Via San Pietro, am 31.Oktober 1891geboren.Seine Eltern waren der Maurer Francesco Napoleono und die Hausfrau Caterina Rovida.Im Jahr 1908, nachdem er die Grundschule abgeschlossen hat, in der sich schon früh seine Begeisterung für geometrische und allgemeine Zeichnungen zeigt, erwartet sein Vater, dass auch er den Beruf als Maurer ergreift.Aber Gino, wie er von klein auf genannt wurde, läuft mit 17 Jahren von zu Hause weg.
Er lebt in kümmerlichen Verhältnissen, findet keine feste Stelle und kehrt ein Jahr später nach Tignale zurück. Im Jahr 1911 wird er zum Militär einberufen und nimmt an dem “Feldzug” gegen Lybien teil.
Er verbringt den ganzen ersten Weltkrieg im Schützengraben.Die Kriegserfahrungen fördern seine Schaffenskraft.
Nach seiner Rückkehr nach Tignale widmet er sich nicht nur seinen geliebten Zeichnungen, sondern auch mit Eifer der wissenschaftlichen Technik und entwirft Skizzen, Ausführungen und Pläne: er beginnt mit dem Zigarettenetui mit Selbstanzünder und anderen “orginellen Ideen” für die er viel Lob erhält und durch die er zum Mitglied des Nationalen Verbandes der Erfinder ernannt und zum internationalen Wettbewerb der Erfinder in Brüssel eingeladen wird.Im Jahr 1922 wird er durch Arturo Cozzaglio (Tremosine 1862/1950), einer geniale Persönlichkeit und einem Experten im Bereich von Physik und Geologie zur Malerei ermutigt, indem er ihm einen Farbkasten schenkt und ihn an seine alte Neigung erinnert.

De Lai setzt sich in Mailand mit dem Verband für Prüfung und Entwicklung von militärischen und zivilen Erfindungen in Verbindung und erhält auch dort viel Anerkennung.Er entwirft den automatischen Ankupplungsmechanismus für Eisenbahnwaggons und wird vom General-Vorstand der staatlichen italienischen Eisenbahngesellschaft um die Teilnahme an der Kostruktion der Vorrichtung gebeten.
Er erfindet ein Verriegelung für Waggons, eine Vorrichtung für das Füllen von Flaschen und ein automatisches Gerät für Vogel-Lockrufe.Im Jahr 1924 heiratet er Maria Milesi, die aus der gleichen Gegend stammt und die ihm vier Kinder schenkt: Teresita, Francesco, Caterina und Mario.Er wird als Leiter in einer Hydraulikfirma in Begamo eingestellt und hat die Gelegenheit dort die Accademia Carrara zu besuchen.Er befreit sich von der Last der Einschränkungen durch eine feste Arbeitsstelle und geniesst seine freie Schaffenskraft, kehrt nach Tignale zurück und widmet sich seinen orginellen und vielseitigen Arbeiten.
Er kultiviert die Malerei und die handwerkliche Kunst.Er übt sich in Kohlezeichnungen und Karikaturen, seine künstlerische Geschicklichkeit wächst und er zeichnet sich bald durch seine spontane künstlerischen Darstellungskraftund die schnelle und sichere Ausführung der speziellen Technik der Spatelkunst aus.

Der Gardasee inspirierte ihn für die Bemalung von Schachteln der Süsswaren der Firma Cedrinca, deren Kartons er dann nutzt um darauf seine Landschaftsbilder zu malen.Im Jahr 1927 erhält er eine lobende Bescheinigung des Leiters der experimentellen Dienststelle der Maiskultur in Bergamo für ein gelungenes Gerät, die Sämaschine für Mais.Da die Verbände und die öffentlichen Ämter seine Erfindungen nicht annehmen, oder sich nicht dafür interessierten, wendet er sich direkt an das Staatsoberhaupt, Benito Mussolini, aber leider bleibt auch dieser Versuch erfolglos.
Weil sich De Lai nicht um den Schutz seiner Patente kümmert, verliert er die Urheberschaft.Im Frühsommer 1929 nimmt De Lai mit seinen Gemälden an einer Auktion in Brescia in Via Tosio teil.Im November stellt er das erste Mal in Gardone Riviera aus.Im Jahr 1930 erhält er von Nino Fortunato Vicari eine lobende Kritik.
Er stellt im Salon “Carli” in Pisa und im “Pro Arte” in Bergamo aus und erhält schmeichelnde Kritiken.Nach der Geburt des dritten Kindes, Caterina, wachsen die finanziellen Bedürfnisse und die Einkünfte der Austellungen reichen für den Lebensunterhalt nicht mehr aus.Der Maler arbeitet intensiv in den frühen Morgenstunden, oft schon vor seinen Fahrten nach Brescia und Bergamo, wo er seine Bilder verkauft.

Im Jahr 1939 stellt er erneut in der “Pro Arte” in Bergamo aus, wo er sehr geschätzt wird und mit Erfolg Bilder verkauft.In Asola im Caffé Savoia stellt er 1940 seine Bilder aus und zieht im gleichen Jahr von Tignale nach Salò, in die Via San Carlo, in den Palazzo Brocchetti um.Er baut ein vertrauliches Verhältnis zu dem berühmten Angelo Landi (Salò 1879/1944) auf, der ihn schätzt und ihm helfen will, indem er ihn auch in Mailand bekannt macht.
De Lai malt Blumen, die ihm dabei helfen seine Einkäufe im Gemüsegeschäft, oder in anderen Läden, zu bezahlen.Er stellt etwa 50 Gemälde in Salò aus und Eraldo Foffa kauft die ganze Serie grosszügig auf.Im Jahr 1949 zeigt sich wieder sein Einfallsreichtum:von dem elastischen Autoreifen, über Stöpsel mit Dosierungsvorrichtung für Liköre und Getränke, bis zum Regen- und Sonnenschutz, den man an Fahr- und Motorrädern anbringen konnte.
De Lai stirbt am 02. Januar 1960 in Salò und wird auf dem Friedhof von Tignale bestattet. Im Februar 1974 wurde in der Gallerie “Mazzini”in Brescia eine Nachlass-Ausstellung veranstaltet, die dem Künstler, der als “der Maler des Gardasees” bezeichnet wurde, gewidmet war. Übernommen aus “Gino de Lai” von Giannetto Valzelli

 

 

Der Bandit Zanzanù

Giovanni Beatrice wurde im April 1576 in Gargnano (Brescia), einem Dorf, das zu der so genannten Magnifica Patria della Riviera gehörte, geboren.
In diesem territorialen und institutionellen Umfeld entstand zunächst das Epos über Zanzanù und später der Mythos, der die Ereignisse und seine Taten bis zum heutigen Tag überliefert hat. „Mein Vater Giovanni Zannoni von der Riviera di Salò verdiente den Lebensunterhalt für sich und seine Familie als Gastwirt.
Viele Reisende, unter ihnen auch so mancher Deutsche, waren Gäste meines Vaters. Obwohl er stets ein ruhiges, gesetzes- und kirchentreues Leben geführt hat, wurde er von Personen aus unserem Gebiet frevelhaft niedergemetzelt“…
Mir diesen dramatischen Zeilen reichte Giovanni Beatrice, der am ganzen Ufer des Gardasees unter dem Namen Zanzanù bekannt war, im Juni 1616 seine direkte Bittschrift bei den Oberhäuptern des Rats der Zehn ein. Er bat darin, in der Hoffnung auf eine Amnestie, in seine Heimat zurückkehren zu dürfen. Nach der Ermordung seines Vaters hatten Giovanni Beatrice und seine Familie, die zu den bekanntesten der Gemeinde Gargnano gehörte, beschlossen Blutrache zu nehmen.
Auf das Konto der Zanzanù-Bande gingen schwere Straftaten, wie Morde und Entführungen. Die Ermordung des Stadtvogtes Ganassoni, die viel Aufsehen erregt hatte und an der Zanzanù indirekt beteiligt gewesen war, trug entscheidend zu seinem Ruf als Bandit bei.
Nach der Ermordung des Funktionärs im Dom von Salò im Jahr 1610 versteckte sich die Zanzanù-Bande in den Bergen von Tignale, da inzwischen offiziell nach den Gesetzlosen gesucht wurde. Schon bald befand sich die Bande in Geldnot, da es für sie immer schwieriger wurde, sich ans Ufer zu wagen, um dort Gold bei den reichen Händlern zu stehlen. In dieser dunklen Phase ließ sich der Bandit eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Methode einfallen, um an Geld zu kommen.

Im Sommer 1616 schrieb Zanzanù direkt an die Konsularbeamten der verschiedenen Gemeinden und unterbreitete ihnen eine Art Friedensangebot, in dem er als Gegenleistung ein paar Dukaten verlangte. Tremosine beschloss ihn mit 150 Lire zu besänftigen. In Maderno dagegen war man vorsichtiger und gewährte ihm nur 25 Scudi, unter der Bedingung, sich in den Dienst der venezianischen Republik zu stellen. Natürlich hatte der Bandit nicht die geringste Absicht, dieses Angebot anzunehmen und verlor so das von Maderno angebotene Geld.
Als im Jahr 1617 der Funktionär und Hauptmann Badoer der Zanzanù-Bande, die sich noch immer in den Bergen von Tignale versteckte, den Kampf ansagte, besiegelte er damit deren Schicksal. Zwei Faktoren trugen dazu bei, das passive Verhalten der Bevölkerung von Tignale den Banditen gegenüber zu ändern: die Anwesenheit des Funktionärs Badoer und die Entführung von Giovanni Cavaliere, eines reichen Grundbesitzers aus Tignale. Im Sommer 1617, genauer gesagt in der Nacht vom 16. zum 17.
August, stieg Zanzanù mit 5 Gefährten von den Bergen in das Dorf Gardola hinunter und übernachtete dort in einem Heuschober. Im frühen Morgengrauen begab er sich zu dem Haus von Giovanni Cavaliere und nach einer kurzen Pause in dessen Haus wollte die Gruppe das Dorf verlassen. Die Anwesenheit des Banditen Zanzanù hatte sich wie ein Lauffeuer im Ort verbreitet und Gruppen von bewaffneten Personen erwarteten ihn im Ort selbst und auch in der weiteren Umgebung, um ihm jeglichen Fluchtweg abzuschneiden. Geschrei, Schüsse und wütende Befehle empfingen die Gesetzlosen und Zanzanù wurde am Fuß verletzt.
Trotzdem gelang es ihm mit seinen Gefährten und dem Entführten, einen Fluchtweg Richtung Norden zu finden. Aber wenige Kilometer von Gardola entfernt, auf dem Pfad, der zur Grenze führte, wurde ihnen der Weg erneut von bewaffneten Personen abgeschnitten. Um sich selbst in Sicherheit zu bringen, ließen die Gesetzlosen Giovanni Cavaliere frei, aber Steingeschosse und Schüsse aus Hakenbüchsen zwangen die Banditen, sich im Wald zu verstecken.
Die Belagerung zog sich über viele Stunden hin, immer mehr Gegner der Bande schlossen sich dem Kampf an und wurden von den verschiedenen Dörfern mit Nahrung versorgt. Zanzanù hoffte, dass ein Ausfall in der schützenden Dunkelheit der Nacht für die nötige Verwirrung sorgen würde, um ihm und seinen Gefährten die Flucht zu ermöglichen. Während eines mörderischen Gefechtes gelingt es der Bande sich einen Weg freizukämpfen, allerdings nur Richtung Süden. Doch dort erwartet sie schon eine kampfbereite Menschenmenge, da in der Zwischenzeit auch Hilfe aus Gargnano eingetroffen ist.

Das bedeutet das Ende der Bande und als letzter fällt Zanzanù selbst. Man findet ihn tot auf dem Rücken liegend, am Fuße eines großen Felsens zwischen zwei Bächen, die bis zum heutigen Tag durch das Tal, das sich im Osten Richtung Gardola (Valletta delle Fornaci) erstreckt, fließen.
Auf diesem Felsen soll noch heute der Abdruck des Gesetzlosen zu sehen sein. Die Feuerwaffen, Gegenstände und Kleidungsstücke der Banditen wurden zu begehrte Trophäen des Sieges über die Zanzanù-Bande. Einige Monate nach dem Kampf führten die Einwohner von Tignale einen angesehenen Maler an den Ort des Geschehens, um das Szenarium von ihm zur ewigen Erinnerung, in einem Bild festhalten zu lassen.

Damit wollten einige Edelleute des Dorfes das einmalige Ereignis feiern und der Madonna di Montecastello, deren Wallfahrtskirche seit Jahrhunderten die umliegenden Dörfer überragte, für den hart erkämpften Sieg über den Banditen Zanzanù danken. Das Gemälde, das 2,48m auf 1,90m misst, ist noch heute in der Wallfahrtskirche zu sehen. Auszug aus „Die Geschichte eines Mannes, der zum Gesetzlosen wurde“ von Prof. Claudio Povolo

Was ist die Tignale Card

WAS IST DIE TIGNALE CARD?
Für die Besitzer dieser Karte sind einige Angebote kostenlos und eine große Auswahl von Aktivitäten werden reduziert angeboten.

WER ERHÄLT DIESE TIGNALE CARD?
Die Tignale Card erhalten alle Gäste der Ferienunterkünfte, die Mitglieder der Pro Loco sind, kostenlos. Der Gast erhält sie an der Rezeption des Hotels.

WELCHE ANGEBOTE, RABATTE UND VERGÜNSTIGUNGEN BIETET DIE TIGNALE CARD?
Der Besitzer der TC erhält Rabatte auf eine Serie von Angeboten, von Sport über Transportmittel, kulturelle Aktivitäten in verschiedenen Strukturen des Gebietes bis zu Sportgruppen und Besichtigungen. Die Tignale Card ist für die folgenden Angebote gültig:

TRANSPORT
Mit der Tignale Card können Sie KOSTENLOS den Minibus, der von allen Ortsteilen an den Strand und von dort wieder nach Tignale fährt, nutzen.

WANDERUNGEN
Für die Besitzer der Tignale Card sind die von der Pro Loco organisierten geführten Wanderungen (auch deutsch- oder englischsprachig) kostenlos. (Regulärer Preis 3,00 Euro)

BEGRÜSSUNGSCOCKTAIL
Jeden Montagmorgen wird in dem Museum des Parks des Oberen Gardasees in Prabione eine geführte Besichtigung (auch deutsch- und englischsprachig) sowie ein kleiner Begrüβungscocktail, bei dem das Veranstaltungsprogramm der Woche erklärt wird, organisiert. Für Besitzer der TC kostet der Eintritt in das Museum, die Führung, der Aperitif und die Erklärung des Programms der Woche insgesamt 5,00 Euro.

WORKSHOPS
Der Besuch der Workshops, die den alten Bräuchen gewidmet sind und in denen der Gebrauch von Kräutern, Pflanzen, die Herstellung von Kräutersammlungen, Kränzen usw. erklärt wird, ist für die Besitzer der TC KOSTENLOS. Informationen über das Programm der Workshops finden Sie unter : Veranstaltungen

NATURKUNDE OBSERVATORIUM
Jeden Mittwochmorgen wird eine Führung (auch deutsch- und englischsprachig) durch das Naturkunde Observatorium in Prabione organisiert. Diese Führung ist für Besitzer der TC KOSTENLOS.

DIE KIRCHE SAN PIETRO
Jeden Mittwochnachmittag wird eine geführte Besichtigung der Kirche San Pietro in Gardola mit kleinen Kostproben der hiesigen Spezialitäten am Ende der Besichtigung durchgeführt. Besitzer der TC erhalten einen Rabatt.

DAS ÖFFENTLICHE FREISCHWIMMBAD IN PRABIONE
Besitzer der TC erhalten einen Rabatt auf den Eintrittspreis und auf die Liegestühle. A.S.D. TENNIS CLUB TIGNALE Besitzer der TC erhalten einen Rabatt auf die Benutzung der Tennisplätze.

BEACH BAR
Besitzer der TC erhalten einen Rabatt auf die Vermietung von Liegestühlen und Sonnenschirmen.

SPORT: MOUNTAIN BIKE
Die Besitzer der TC erhalten einen Sonderrabatt auf die Vermietung von Mountain bikes im Museum des Parks des oberen Gardasees. Für nähere Informationen klicken Sie bitte hier

SPORT: KITE SURF
Durch ein dreijähriges Abkommen mit der Gemeinde erhalten alle Besitzer der TC von der Adrenalina Kite School einen Rabatt von 20% auf die Preisliste.

SPORT: SEGELN
Im Segelclub von Gargnano erhalten Besitzer der TC verschiedene Rabatte auf Segelbootausfahrten und auf Segelkurse. Nähere Informationen erfragen Sie bitte in der Agentur. Auszug aus: www.tignale.org Ufficio Unico del Turismo Tel 0365 73354
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